Wegen Falschzitat: Hausdurchsuchung und 3.900 Euro Geldstrafe für Rentnerin

vor 12 Monaten

Wegen Falschzitat: Hausdurchsuchung und 3.900 Euro Geldstrafe für Rentnerin
Bildquelle: Apollo News

Die Rentnerin Doris van Geul soll sich der üblen Nachrede gegen Personen des politischen Lebens gemäß Paragraph 186, 188 Absatz 2 Strafgesetzbuch strafbar gemacht haben. Dieser Auffassung ist zumindest die Staatsanwaltschaft Köln. Der Grund: Im Oktober 2021 hatte die Düsseldorferin einen Facebook-Post abgesetzt, in dem sie Falschzitate von mehreren Grünen-Politikern wiedergegeben haben soll. Apollo News liegen die entsprechenden Unterlagen vor.

Van Geul soll unter anderem suggeriert haben, dass folgendes Zitat der ehemaligen Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt zuzuordnen ist: „Natürlich gehört der Islam zu Deutschland, und natürlich gehören Muslime zu Deutschland. Und ich finde, darüber können wir ganz schön froh sein. Es wäre sehr langweilig, wenn wir nur mit uns zu tun hätten.“

Außerdem soll die Rentnerin Göring-Eckardt die Aussage „Die sexuellen Übergriffe in Schorndorf lassen sich zwar keineswegs entschuldigen, aber sie zeigen einen Hilferuf der Flüchtlinge, weil sie zu wenig von deutschen Frauen in ihren Gefühlen respektiert werden“ fälschlicherweise zugeschrieben haben. Auch das Zitat „Deutschland verschwindet jeden Tag mehr und mehr, und das finde ich großartig“, habe van Geul wahrheitswidrig dem einstigen Umweltminister Jürgen Trittin zugeschrieben.

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