Das Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet Christen, weil diese angeblich Religion mit Extremismus vermischen würden. Der Vorwurf: Manche christlichen Influencer würden eine Nähe zur AfD aufweisen. Das ergibt sich aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion, aus der die dpa zitiert. Die vollständige Antwort des Innenministeriums ist noch nicht auf der Webseite des Bundestags einsehbar.
Die christlichen Gruppen und Influencer – um welche es sich genau handelt, geht aus der dpa-Meldung nicht hervor – würden vom Verfassungsschutz beobachtet, weil sie „im Zuge ihrer Agitation (pseudo-)christliche Motive und Diskurse“ aufgriffen und diese adaptierten, um „insbesondere Äußerungen oder Verhaltensweisen, die gegen einzelne gesellschaftliche Gruppen gerichtet sind, sowie in Teilen extremistische Verschwörungserzählungen ideologisch zu untermauern“. Damit richte sich ihr Handeln gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung.
In einer Kleinen Anfrage wollten die Grünen in 27 Fragen aufgeschlüsselt wissen, ob es Verbindungen zwischen „christlichen Fundamentalisten“ und Rechtsextremisten gebe. Sie wollten wissen, ob der Bundesregierung Erkenntnisse über „Umfang, Struktur und Gefährdungspotenzial“ der „christlichen Fundamentalisten“ vorliegen. Gefragt wurde auch nach finanziellen oder personellen Verbindungen zur AfD und zur US-amerikanischen Bewegung MAGA. Auch wollten die Grünen wissen, ob der christliche „Bundesverband Lebensrecht“, der sich gegen Abtreibungen einsetzt, Anknüpfungspunkte für Extremisten bietet (Apollo News berichtete).
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