Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) sieht die Bundesregierung in Berlin mitverantwortlich für das Erstarken der AfD. In einem Interview mit dem Spiegel kritisierte sie, die Bundesregierung streite, anstatt den Bürgern zu helfen.
„Die Spritpreise sind hoch, und unsere Pendler, die jeden Tag zur Arbeit fahren, fragen sich: Wann wird was für mich gemacht?“, erklärte Schwesig mit Blick auf das Erstarken der AfD. Die hohen Lebenshaltungskosten und das ausbleibende Handeln der Bundesregierung hätten bei vielen Menschen den Eindruck verstärkt, dass die Politik ihre Sorgen nicht ernst nehme. „Die Bundesregierung streitet, anstatt zu helfen“, kritisierte die SPD-Politikerin
Zugleich sieht Schwesig die SPD selbst in der Pflicht. Es reiche nicht aus, die AfD als „rechtsextrem und radikal“ zu brandmarken. Die Sozialdemokraten müssten sich vielmehr stärker mit den konkreten Problemen der Wähler auseinandersetzen. Nach Ansicht mancher Beobachter will sich die ostdeutsche Politikerin mit diesen Aussagen als künftige Parteivorsitzende positionieren.
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