1.630 Angestellte der Bahn und 4.672 Bundespolizisten wurden in den ersten fünf Monaten des Jahres Opfer von Straftaten. Das ergab eine Anfrage des Linken-Abgeordneten Dietmar Bartsch, die vom Bundesinnenministerium beantwortet wurde. Bartsch rechnete gegenüber der Deutschen Presse-Agentur hoch, dass in diesem Jahr ein neuer Negativrekord bei der Gewalt angesteuert werde, wenn es so weitergehe.
Die Zahlen schlüsseln sich folgendermaßen auf: Bei den Bahnmitarbeitern ging es 661 Mal um Bedrohungen, 662 Fälle von Körperverletzung und 175 schwere Körperverletzungen wurden erfasst. 3.734 Widerstandshandlungen gab es gegen Bundespolizisten, dazu 1.427 tätliche Angriffe und 875 Bedrohungen.
Im Februar starb in Rheinland-Pfalz ein 36 Jahre alter Schaffner bei einer Ticketkontrolle, weil ein Fahrgast ihn tödlich angriff und so brutal zusammenschlug, dass er im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag. Dietmar Bartsch kritisiert in Bezug darauf: „Der entsetzliche Tod des Zugbegleiters Serkan C. im Februar, der das ganze Land schockiert hat, hat offensichtlich nichts verändert“.
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