Sylvia S. soll während des Blutbads im Auto gewartet und den mutmaßlichen Täter vom Tatort weggefahren haben, bis die Polizei das Fahrzeug stoppen konnte. Nach Darstellung der „Hamburger Morgenpost“ ist die Frau, die sich als Patentante des Kindes bezeichnete, das mit seiner Mutter in der Jugendhilfeeinrichtung untergebracht war, inzwischen nicht mehr erreichbar, Nachbarn wollen sie seit der Tat nicht mehr gesehen haben.
Auch an ihrem Arbeitsplatz, einer Beratungsstelle des Verbandes binationaler Familien und Partnerschaften in Bremen, sei sie seit der Tat nicht erschienen. Der Verband betont, sie sei am Tattag ausschließlich privat unterwegs gewesen, nicht im Auftrag der Geschäftsstelle; die Familie des mutmaßlichen Täters sei nach bisherigem Kenntnisstand dort auch nicht beraten worden.
Fest steht bis jetzt: Am 29. Juni wurden in einer Mutter-Kind-Einrichtung in Stade sechs Menschen erschossen, drei Mitarbeiter der Einrichtung und drei Mitarbeiter des Jugendamts der Region Hannover. Der mutmaßliche Schütze, ein 45 Jahre alter Mann aus Garbsen mit türkischer Staatsangehörigkeit, sitzt wegen des Verdachts auf sechsfachen Mord in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft sieht Mordmerkmale wie Heimtücke und niedrige Beweggründe als gegeben.
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