Syrer lassen sich lieber einbürgern als in die Heimat zurückzukehren

vor 6 Monaten

Syrer lassen sich lieber einbürgern als in die Heimat zurückzukehren
Bildquelle: NiUS

Dass der syrische Machthaber jetzt nach Berlin kommt, bewegt die große syrische Exil-Gemeinde. Zur Rückkehr in die alte Heimat haben sich bislang jedoch nur wenige Syrer aus Deutschland entschlossen.

Die Zahl der in Deutschland lebenden Menschen mit syrischer Staatsangehörigkeit sinkt, allerdings eher durch Einbürgerung als durch Ausreise. Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion hervorgeht, hielten sich Ende November 940.401 Syrerinnen und Syrer in Deutschland auf. Mehr als die Hälfte von ihnen – 512.348 syrische Staatsbürger – verfügte über einen Schutzstatus, beispielsweise als Asylberechtigte oder anerkannte Flüchtlinge. Die anderen waren auf anderer Grundlage im Land, etwa mit einer Niederlassungserlaubnis, einer Duldung oder, wenn das Asylverfahren noch lief, mit einer Aufenthaltsgestattung.

Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor waren im Ausländerzentralregister (AZR) insgesamt noch rund 974.000 syrische Staatsbürger gespeichert. Syrien gehörte in den vergangenen drei Jahren zu den Hauptherkunftsländern von Menschen, die in Deutschland eingebürgert wurden.

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