Statt auf eigenen Antisemitismus einzugehen, spricht Pantisano von „Hitler-Fan Aiwanger“

vor etwa 2 Stunden

Statt auf eigenen Antisemitismus einzugehen, spricht Pantisano von „Hitler-Fan Aiwanger“
Bildquelle: Apollo News

Auf einer Pressekonferenz der Linkspartei hat sich der Linken-Vorsitzende Luigi Pantisano zu Antisemitismusvorwürfen gegen die eigene Partei geäußert. Dabei räumte er zwar ein, dass es auch in der Linken Antisemitismus gebe. Zugleich kritisierte er den Umgang mit den Vorwürfen und warf der politischen Debatte vor, der Kritik an der israelischen Regierung zu enge Grenzen zu setzen. Stattdessen verwies er auf den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder und dessen Umgang mit dem Freie-Wähler-Politiker Hubert Aiwanger, den er als „Hitler-Fan“ bezeichnete.

„Ich würde sagen, dass alle, die die vergangenen Tage erlebt haben, medial und politisch ganz klar feststellen können, dass es eine extrem breite Interpretationsvariante gab, was antisemitisch sei in diesem Land“, erklärte Pantisano zunächst. Dazu habe es auch „unzählige Kritik von Jüdinnen und Juden“ gegeben.

Zugleich beklagte er, dass der „Meinungskorridor in der Kritik zur rechtsextremen israelischen Regierung“ in diesem Land sehr eng sei. Deshalb scheine der Vorwurf des Antisemitismus „praktisch sehr, sehr weit und offen“ zu sein. Der eigenen Partei werde dieser Vorwurf in den letzten Wochen auf unwürdige Weise gemacht. Pantisano warf politischen Gegnern vor, den Antisemitismusvorwurf gegen die Linke zu instrumentalisieren.

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