Schlussendlich obsiegt das ökonomische Gesetz. Grüner Stahl am Standort Deutschland hat keine Zukunft, ganz gleich, welche Fördermittel durch die Kanäle der grünen Subventionsmaschine strömen mögen: Am überregulierten, energiepolitisch ins Abseits manövrierten Standort Deutschland lohnt sich Industrieproduktion immer weniger.
Die Nachricht wiegt doppelt schwer: Dass grüner Stahl, also die Erzeugung von Stahl über eine Produktionsroute, bei der Wasserstoff anstelle von Kohlenstoff als Reduktionsmittel eingesetzt wird, sich angesichts der wesentlich niedrigeren Produktionskosten an anderen Standorten nicht behaupten würde, verwundert nicht weiter. Dass aber in letzter Konsequenz auch die klassische Stahlerzeugung schrittweise vom Standort Deutschland zurückweichen muss, ist tragisch – ein krachendes Nein der Wirtschaft zur ideologisch durchseuchten Energie- und Standortpolitik des langsam zerbröselnden Industrieherzens Europas.
Die Grundstoffindustrie ist ein fundamentaler Bestandteil industrieller Wertschöpfungsketten. Gerade angesichts geopolitischer Spannungen gewinnt die nationale Kontrolle über Rohstoffe und Primärerzeugnisse immer mehr an Bedeutung. Seit dem besten Jahr 2018 schrumpfte die Rohstahlproduktion in Deutschland von 42,4 Millionen Tonnen auf 34,09 Millionen Tonnen im Jahr 2025 und damit um rund 20 Prozent – ein dramatischer Ausweis der vollkommen gescheiterten Energie- und Standortpolitik.
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