Innerhalb von staatlichen Suchtzentren: Köln und Düsseldorf wollen Handel mit Crack legalisieren

vor 2 Monaten

Innerhalb von staatlichen Suchtzentren: Köln und Düsseldorf wollen Handel mit Crack legalisieren
Bildquelle: NiUS

Die Oberbürgermeister von Köln und Düsseldorf, Torsten Burmester (SPD) und Stephan Keller (CDU), haben sich in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung für eine Reform des Betäubungsmittelgesetzes ausgesprochen. Sie fordern erstmals in Deutschland eine gesetzliche Regelung, die den Handel und Verkauf harter Drogen wie Crack in staatlichen Konsumräumen erlaubt. Der Vorstoß ist eine Reaktion auf die außer Kontrolle geratene Drogensituation in beiden Städten. Keller und Burmester sprechen davon, „mutig neue Wege zu gehen“.

Die offene Drogenszene in Köln und Düsseldorf hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Während Heroinabhängige mit bestehenden Hilfsangeboten noch vergleichsweise gut erreicht werden, hat die Ausbreitung von Crack die Lage extrem verschärft. Die Droge wird aus Kokain hergestellt und in Pfeifen geraucht. Der kurze, intensive Rausch wird rasch von paranoiden Abstürzen und Panikzuständen abgelöst.

Viele Betroffene konsumieren die Substanz in kurzen Abständen. Die Folgen sind eine schnelle körperliche und seelische Verwahrlosung. Aggressivität, Betteln, Diebstahl und Prostitution nehmen zu. Viele Konsumenten leiden unter unbehandelten Verletzungen, sind über lange Zeit wach oder brechen vor Erschöpfung im öffentlichen Raum zusammen. In beiden Städten ist es zudem zu einem Problem geworden, dass in Hauseingängen und auf Gehwegen konsumiert und die Notdurft verrichtet wird.

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