Steuerhinterziehungsvorwürfe gegen Zapatero: Schmuckfund belastet Spaniens Sozialisten

vor 2 Monaten

Steuerhinterziehungsvorwürfe gegen Zapatero: Schmuckfund belastet Spaniens Sozialisten
Bildquelle: Tichys Einblick

Am 19. Mai 2026 beschlagnahmten Ermittler in Zapateros Büro in der Calle Ferraz 103 Schmuckstücke. Gerichtliche Sachverständige schätzen den Wert auf mehr als 1,3 Millionen Euro. Aus Zapateros Umfeld war zuvor von 30.000 bis 50.000 Euro die Rede. Der Schmuckstücke lagen in einem Safe, direkt gegenüber der Zentrale der regierenden Sozialistischen Arbeiterpartei PSOE.

Der Fund verschärft die möglichen strafrechtlichen Problem des früheren spanischen Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero erheblich. Richter José Luis Calama am Nationalen Gerichtshof hat ein neues Verfahren wegen Steuerbetrugs und Schmuggels eingeleitet.

Im Zentrum der Ermittlungen steht ein Schmuckvermögen von rund 1,3 Millionen Euro, das in einem Tresor entdeckt wurde. Nach Auffassung des zuständigen Richters fehlen bislang nachvollziehbare Nachweise über Herkunft und Erwerb der wertvollen Stücke. Daraus ergeben sich mögliche Verdachtsmomente wegen Steuerhinterziehung, nicht deklarierter Vermögenszuwächse und sogar Schmuggels.

Zapatero regierte Spanien von 2004 bis 2011. Er gehört bis heute zum politischen Machtmilieu der spanischen Sozialisten. Genau deshalb trifft der Vorgang auch Pedro Sánchez. Dessen Minderheitsregierung steht seit Monaten unter massivem Korruptionsdruck. Nun steht ausgerechnet ein früherer PSOE-Regierungschef im Zentrum eines Falls, der die sozialistische Selbstinszenierung als moralisch überlegene Staatspartei weiter zerlegt.

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