Jasper von Altenbockum meint in der FAZ vom 18. Juni, die anderen Parteien könnten sich den immer wieder bekundeten Willen abschminken, die AfD mit Politik in der Sache klein(er) zu kriegen – oder das „Management der AfD zurückdrängen zu können.“ Das werde ebenso wenig gelingen, wie es jemals gelungen sei, „durch gute Politik die Verheißungen des Sozialismus totzukriegen.“
Ganz hoffnungslos sei die Lage aber nicht. SPD, Grünen und Linkspartei wäre nicht zuzutrauen, der „identitätspolitischen Ideologie“ der AfD ein wirkungsvolles Angebot entgegensetzen zu können. Rotgrüne suchten ja selbst „ihr Heil im Denken in Identität, nur eben nicht in der ‚deutschen‘, sondern in den ‚diversen’“. Wo ihr Kulturkampf hinführte, habe man kürzlich an Bärbel Bas‘ Denken in „‚bunten‘ Identitäten“ gesehen in ihrem NS-Gemälde vom „Einheitsbraun“.
„Anders die Union“, schreibt Altenbockum, für sie sei „immer noch das christliche Menschenbild das zentrale Kriterium ihrer Politik.“ „Nicht Bibeltreue und Bergpredigt“ seien damit gemeint, „sondern eine Politik, die dem Menschen gerecht wird, wie er ist, nicht einem Menschen, wie er sein sollte, ob deutsch oder divers.“
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