Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hellt sich etwas auf, doch das Niveau bleibt extrem niedrig. Denn die übergeordneten Herausforderungen am Standort bleiben bestehen: Steigende Energiekosten, zunehmende Bürokratievorgaben sowie eine wachsende Steuer- und Abgabenlast setzen die heimische Unternehmenslandschaft weiterhin unter Druck.
Der ifo-Geschäftsklimaindex, der als wichtiger Indikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland gilt, stieg im Juni auf 85,6 Punkte, nach 85,0 Punkten im Mai. Es handelt sich damit um den zweiten Anstieg in Folge. Der Teilindex für die aktuelle Lagebeurteilung kletterte von 86,1 auf 87,0 Punkte, während sich auch die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate leicht von 83,9 auf 84,1 Punkte verbesserten. Werte von über 100 Punkten signalisieren ein überdurchschnittlich positives Geschäftsklima, Werte unter 100 hingegen eine unterdurchschnittliche beziehungsweise eher pessimistische Stimmung.
Der aktuelle Wert des ifo-Geschäftsklimaindex von 85,6 Punkten liegt weit unter den Niveaus, die noch vor wenigen Jahren üblich waren. Zwischen September 2016 und Dezember 2018 lag der Index beispielsweise durchgehend über der Marke von 100 Punkten. Im April 2020 fiel der Geschäftsklimaindex erstmals seit Beginn der Erhebung im Jahr 2005 unter die Marke von 80 Punkten.
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