Traumstart - aber wofür kann es wirklich reichen? Beim Länderspiel-Comeback des nahezu arbeitslosen Rekordtorhüters Manuel Neuer haben Deutschlands Fußballer mit dem 7:1 (3:1)-Torfest gegen den krassen Außenseiter Curaçao für den erwarteten Budenzauber in Houston gesorgt. Weltmeisterlich war der Turniereinstieg gegen die No-Name-Kicker von der Karibik-Insel aber nicht 90 Minuten lang.
Nach dem frühen Tor des starken Antreibers Felix Nmecha in der 6. Minute mündete ein Intensitäts-Durchhänger sogar im irritierenden 1:1-Ausgleich für den WM-Neuling durch Livano Comenencia (21.).
Torschütze Nico Schlotterbeck jubelt nach seinem Tor zum 2 - 1.
Die Reaktion vor 68.021 Zuschauern danach stimmte: Mit dem ersten Länderspieltor von Nico Schlotterbeck (28.) und einem verwandelten Foulelfmeter von Kai Havertz (45.+5) war Bundestrainer Julian Nagelsmann zur Pause auf Kurs. Der spielfreudige Jamal Musiala (47.), der flotte WM-Debütant Nathaniel Brown (68.), Edeljoker Deniz Undav (78.) und erneut Havertz (88.) erfreuten die vielen deutschen Fans beim zweithöchsten WM-Sieg im überdachten und klimatisierten Football-Stadion in Texas mit weiteren Treffern. Die Torhymne «Major Tom» wurde zum Dauerhit.
Nach dem Auftaktsieg ist ein drittes WM-Vorrundendesaster nach Russland 2018 und Katar 2022 praktisch ausgeschlossen, weil auch acht Gruppendritte weiterkommen. Ob der viermalige Weltmeister Deutschland tatsächlich Großes in Amerika vollbringen kann, wird sich frühestens gegen die Elfenbeinküste (20. Juni) und Ecuador (25. Juni) erweisen.
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