Die ehemalige CDU-Übergangvorsitzende und Merkel-Vertraute Annegret Kramp-Karrenbauer ist zur neuen Vorsitzenden der CDU-nahen „Konrad-Adenauer-Stiftung“ gewählt worden. Die Wahl der Ex-Verteidigungsministerin bedeutet eine schwere innerparteiliche Niederlage für den CDU-Vorsitzenden, Bundeskanzler Friedrich Merz. Er konnte seinen Favoriten nicht durchsetzen. Das lässt den Rückschluss zu, dass Merz in der Union an Rückhalt verliert und seine Autorität als Partei- und Regierungschef dramatisch schwindet.
Nach seinem Fiasko auf dem jüngsten EU-Gipfel, bei dem Merz sich eine Abfuhr holte für seinen Plan, in der EU eingefrorene russische Vermögenswerte für die bankrotte Ukraine zu verwenden, muss der Kanzler jetzt auch eine schwere innerparteiliche Schlappe einstecken: Seine Vorvorgängerin an der CDU-Spitze, Ex-Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, wurde auf einer Mitgliederversammlung zur neuen Vorsitzenden der „Konrad-Adenauer-Stiftung“ (KAS) gewählt. Erstmals kam es zu einer Kampfabstimmung um den Chefposten bei der CDU-nahen Parteistiftung. Der von Merz favorisierte CDU-Bundestagsabgeordneten Günter Krings unterlag deutlich. Kramp-Karrenbauer setzte sich mit 28 zu 21 Stimmen durch.
Politische Beobachter halten den Ausgang der Abstimmung keineswegs für nebensächlich. Vielmehr dürfte die herbe Niederlage für den Erfolglos-Kanzler Merz darauf hindeuten, dass in der CDU wieder die sogenannten „Merkelianer“ an Boden gewinnen.
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