Union und SPD wollen das Bundestagswahlrecht wieder ändern. Nach Informationen der Bild-Zeitung einigten sich die Spitzen von CDU, CSU und SPD im Koalitionsausschuss darauf, die Ampel-Reform in einem zentralen Punkt zurückzudrehen.
Künftig soll wieder gelten: Wer seinen Wahlkreis gewinnt, zieht auch in den Bundestag ein. Genau das hatte die Ampel mit ihrer Reform geändert. Seit der Bundestagswahl 2025 reicht ein Sieg bei den Erststimmen nicht mehr automatisch für ein Mandat. Entscheidend ist, ob der Sitz durch das Zweitstimmenergebnis der Partei gedeckt ist.
Diese sogenannte Zweitstimmendeckung war der Kern der Ampel-Reform. Der Bundestag wurde auf 630 Abgeordnete begrenzt, Überhang- und Ausgleichsmandate wurden abgeschafft. Das Parlament sollte damit kleiner werden. Der Preis: Nicht jeder Wahlkreissieger bekam am Ende auch einen Sitz im Bundestag.
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