Der von Schrotkugeln getroffene 53-jährige Schulleiter wurde am Unterkörper – Hüfte, Oberschenkel und unterem Rücken – schwer verletzt, eine 37-jährige Lehrerin erlitt eine Verletzung am Oberschenkel durch einen Abpraller. Ein drittes Opfer wurde von einem Projektil leicht gestreift. Die Verletzungen sind nicht lebensbedrohlich, die Verletzten wurden von Feuerwehr und Rettungsdienst versorgt.
Der Jugendliche, Schüler der 9. Klasse (classe de 3e) an derselben Schule, brachte das Jagdgewehr seines Vaters (eine Schrotflinte Kaliber 12) in einem Gitarrenkoffer in das Gebäude. Nach Angaben der Polizei und des Präfekten Jacques Witkowski feuerte er vier bis fünf Schüsse ab: Zunächst zielte er in einem Klassenzimmer auf eine Lehrerin und traf nur die Tafel, anschließend schoss er in Richtung des Schulleiters, berichtet Le Figaro.
Ein Conseiller principal d’éducation (CPE, ein Erziehungsberater) überwältigte und entwaffnete ihn im Flur, bevor die Polizei ihn festnehmen konnte. Die Staatsanwaltschaft Marseille ermittelt nun wegen versuchten Mordes. Der Verdächtige war zuvor nicht polizeilich bekannt und wird von den Behörden als unauffälliges Kind beschrieben.
Mehr als Diplomatie? Deutschlands Beziehung zu Israel | unter den linden











