Das schottische Parlament hat am 17. März einen Gesetzentwurf zur Einführung des assistierten Suizids mit 67 zu 59 Stimmen abgelehnt. Geschlossen für das Gesetz stimmten nur die schottischen Grünen. Selbst in der liberaldemokratischen Partei, deren Abgeordneter Liam McArthur den Gesetzentwurf eingebracht hatte, gab es eine Gegenstimme. Auf deutlich mehr Ablehnung als Zustimmung traf das Gesetz sowohl bei der konservativen als auch bei der Labour-Partei.
Der Entscheidung war eine emotionale Debatte vorausgegangen. Der Abgeordnete Jeremy Balfour, der seit seiner Geburt unter einer Körperbehinderung leidet, bezeichnete das Gesetz als „Büchse der Pandora“.
Er forderte zum Schutz der „Schwächsten in unserer Gesellschaft“ auf und bezeichnete die vorgesehenen Maßnahmen, die einen Missbrauch der Praxis verhindern sollen, als nicht ausreichend. Balfour thematisierte den Druck, der auf Alten und Kranken lastet, wenn assistierter Suizid als reguläre Gesundheitsleistung gilt. Viele Betroffene hätten Angst vor einer solchen Gesetzesänderung: „Stellen Sie sich vor, viele Menschen, darunter auch einige Politiker, würden Ihnen sagen, dass Sie eine Last für die Gesellschaft sind und dass die Sozialleistungen, auf die Sie zum Überleben angewiesen sind, anderswo besser eingesetzt werden könnten“, so Balfour.
NATO-GIPFEL IN ANKARA: Erdogan empfängt Partner – Donald Trump trifft Selenskyj | WELT LIVE










