Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Karten auf den Tisch gelegt: In einem Interview mit „Mitteldeutscher Zeitung“ und „Magdeburger Volksstimme“ bestätigte der CDU-Chef, dass die Union bereit ist, für den Machterhalt in Sachsen-Anhalt mit der Linken, also den Nachfolgern der SED-Mauermördern, zusammenzuarbeiten. Sollte es, falls die AfD die absolute Mehrheit verfehlt, zu einer CDU-geführten Minderheitsregierung kommen, lohne ein Blick zu den Nachbarn: „Wir sehen, wie in Thüringen und Sachsen regiert werden kann.“
In Erfurt und Dresden stützen sich die Landesregierungen der Ministerpräsidenten Mario Voigt und Michael Kretschmer (beide CDU) regelmäßig auf Mehrheiten im Parlament mithilfe der Kommunisten. Es wird nur nicht groß darüber geredet.
Merz will also, Unvereinbarkeitsbeschluss der Bundes-CDU hin oder her, dass dieses Machtmodell auch in Sachsen-Anhalt durchgezogen wird, wenn die AfD die absolute Mehrheit verfehlen sollte, falls die „Grünen“ doch noch den Sprung in den Landtag schaffen.
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