Es ist ein Jahr her, dass Arbeitsminister Hubertus Heil Bürgergeld-Sanktionen gegen „Totalverweigerer“ ankündigte. Recherchen der Welt zeigen nun aber: Offenbar wurde kein einziges Mal das Bürgergeld voll gestrichen.
Seit einem Dreivierteljahr kann denjenigen, die unbegründet Arbeitsangebote ablehnen, das Bürgergeld komplett gestrichen werden. Die Welt am Sonntag fragte einen Behördenchef, der anonym bleiben will, wie oft das bisher vorgekommen sei. Sein Fazit: Wahrscheinlich gar nicht. „Wir sehen keine Effekte“, sagt er.
Eine Umfrage des Mediums unter insgesamt 60 Jobcentern in Groß- und Mittelstädten aus allen 16 Bundesländern bestätigt die Aussage des Mannes: Bisher wurde keinem Bürgergeldempfänger der Regelsatz zu 100 Prozent gestrichen. Keine der Behörden habe auch nur einen dokumentierten Fall nennen können, heißt es in dem Artikel.
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