Am dritten Jahrestag des Hamas-Massakers vom 7. Oktober 2023 fordert NIUS-Chefredakteur Julian Reichelt bei NIUS Live Konsequenzen über das Erinnern hinaus. Rund 1.200 Menschen wurden bei dem Terrorangriff ermordet, 251 Menschen als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Reichelt sagt: „Wehrhaftigkeit für jüdisches Leben ist unendlich wichtiger als Gedenken“.
Besonders scharf kritisiert Reichelt den Umgang mit Antisemitismus in Deutschland. Reichelt: „Der Antisemitismus in Deutschland besteht darin, dass man Juden und Israel verantwortlich macht für den Hass auf Juden. Das ist kein Nischenphänomen. Das ist ein Phänomen an der Spitze der politischen Gesellschaft.“
Für Reichelt muss sich die deutsche Debatte deshalb stärker auf den Schutz jüdischen Lebens richten. „Juden müssen sich geschützt wissen vom Staat. Hier in Deutschland. Und sie müssen sich wehren dürfen in einem einzigen Land auf der Welt, das sie haben, das ihnen Zuflucht bietet.“ Gerade am Jahrestag dürfe es deshalb nicht bei Symbolik und Erinnerung bleiben.
EU-Parlament: u.a. Aussprache zum mehrjährigen Finanzrahmen 2028-2034 | 07.10.24











