Vom Rächer zum Moralapostel: Was aus Jack Reacher geworden ist

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Vom Rächer zum Moralapostel: Was aus Jack Reacher geworden ist
Bildquelle: NiUS

Reacher ist 1,95 Meter groß und 115 Kilo schwer, er hat Oberarme wie Arnold Schwarzenegger und einen rechten Haken wie Mike Tyson. Wenn Reacher zuschlägt – und er schlägt oft zu –, dann brechen Knochen, knacken Schädel und Zähne fliegen gebissweise durch die Luft. In Extremsituationen, und davon gibt es viele, sterben Reachers Gegner reihenweise – im harmlosesten Fall durch gut gezielte Schüsse, gerne auch durch Faustschläge, aber auch durch Feuer, Wasser, Nagelpistolen, Wurfmesser, Raketenwerfer oder ganz altmodisch durch einen Fenstersturz aus dem 21. Stock. Bei Reacher ist alles möglich – nur das Entkommen seiner Feinde nicht.

Und Reacher hat viele Feinde. Dafür gibt es zwei Gründe: erstens seinen Sinn für Gerechtigkeit und zweitens die Tatsache, dass Reacher Schurken sucht, findet und dann ohne Rücksicht auf Verluste ausschaltet. Reacher ist Polizist, Staatsanwalt, Richter und Henker in einer Person und eine durch die USA reisende Kampfmaschine, wie es noch nie eine gegeben hat.

Geboren wurde Jack Reacher 1960 als Sohn eines US-Marineoffiziers auf einem US-Militärstützpunkt in Berlin. Seine Kindheit verbrachte er auf amerikanischen Militärbasen auf der ganzen Welt, absolvierte dann die Militärakademie West Point und war anschließend Berufssoldat in der US Army. Dort war er 13 Jahre lang bei der Militärpolizei tätig, zuletzt im Rang eines Majors und als Kommandeur einer Eliteeinheit, die sich mit Mordermittlungen, organisierter Kriminalität, militärischen Verbrechen und Korruption beschäftigte. Nebenbei machte er seit Jahrzehnten jeden Tag Hunderte Klimmzüge, Dips, Liegestütze und Sit-ups sowie 200-Meter-Sprints, bis er zu dem wurde, was er, wie er selbst sagt, heute ist: „a human wrecking ball“ – eine menschliche Abrissbirne.

Alan Ritchson spielt Jack Reacher

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