Sie nennen es Rahmenabkommen, verraten aber nicht, wie das Bild endgültig aussehen soll, das in dem Rahmen steckt. USA und Iran haben einen Waffenstillstand vereinbart, der in Washington anders gelesen wird als in Teheran. Israel muss inzwischen im Südlibanon täglich tödliche Drohnenangriffe auf sein Staatsgebiet abwehren. Aber beim G7-Treffen in Evian sitzt der Hauptbetroffene nicht am Tisch. Deal oder Posse?
Nahost ist kein Problem, es ist ein Dilemma. Der agierende US-Präsident Donald Trump will niedrige Benzinpreise und eine steigende Börse. Der Iran strebt nach einem Nahen Osten, der nach schiitischen Regeln leben soll. Für Israel ist in diesem autokratischen System kein Platz, es soll von der Landkarte verschwinden. Dafür haben die Mullahs seit Dekaden Milizen und Hilfstruppen im Libanon, in Syrien, Irak, Jemen, Gaza und im Westjordanland ausgebildet und finanziert. Mittel, die dem iranischen Volk gewaltsam entzogen werden.
Israel will nichts und niemanden erobern, es will in Ruhe gelassen werden. Genau das ist dem Staat der Juden nicht vergönnt. Trotzdem hat es in 78 Jahren eine wehrhafte Demokratie aufgebaut, die auch in Kriegszeiten wirtschaftlich ganz gut zurechtkommt. Der israelische Schekel ist stark wie seit 30 Jahren nicht mehr. Die Nationalbank kauft Dollar und Euros, um den Schekel zu schwächen. Wo und wann hat man so etwas zuletzt gehört? Im internationalen Länder-Wohlfühl-Report lag Israel lange Zeit auf Platz 2, befindet sich momentan noch immer unter den ersten 10 – das belegen zehn Millionen Menschen, Juden, Muslime, Christen und Atheisten mehrheitlich unisono.
Statement: Bundesinnenminister Alexander Dobrindt zu aktuellen politischen Themen | 21.08.26














