Raffelhüschen warnt vor 4.000-Milliarden-Rentenloch

vor etwa 1 Stunde

Raffelhüschen warnt vor 4.000-Milliarden-Rentenloch
Bildquelle: NiUS

„Die Summe der Defizite in der Rentenversicherung sind 4.000 Milliarden Euro.“ Mit dieser gewaltigen Zahl warnt der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen am Dienstag bei NIUS Live vor der langfristigen Finanzierungslücke der gesetzlichen Rente. Gemeint ist kein aktuelles Haushaltsloch, sondern die Summe der aus seiner Sicht fehlenden Rückstellungen für bereits versprochene künftige Rentenleistungen. Die Auszahlungsströme der Rente sind damit wesentlich größer als die künftig zu erwartenden Einzahlungen, erklärt Raffelhüschen.

Der Rentenexperte rechnet bei NIUS Live vor: „Wir sind in der Größenordnung von fehlenden Rückstellungen, die wir bräuchten, um das zu finanzieren, was wir versprechen, von 80 Prozent unseres Bruttoinlandsprodukts.“ Daraus ergebe sich die Summe von 4.000 Milliarden Euro. Raffelhüschen bezeichnet diese nicht gedeckten Renten-Versprechen als „implizite Schulden“.

Drastischer Befund über die Rentenversicherung in Deutschland: „Diese 4.000 Milliarden Euro hätte sie eigentlich haben müssen. Sie hat sie nicht“. Raffelhüschen: Die Rentenversicherung stehe bilanziell deshalb „quasi auf dem Stand einer Frittenbude“.

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von NiUS

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von NiUS zu lesen.

Weitere Artikel