Der Deutsche Journalisten-Verband hat dem AfD-Politiker Ulrich Siegmund vorgeworfen, den ZDF-Reporter Fabian Köster eingeschüchtert und ihm mit dem Verlust seines Arbeitsplatzes gedroht zu haben. Anlass ist ein Wortwechsel im Magdeburger Landtag, bei dem Siegmund auf die Pläne seiner Partei zur Abschaffung des Rundfunkbeitrags verwies.
„Erst kritische Journalisten unter Druck setzen, dann Sender abwickeln wollen: Das ist kein Medienkonzept, das ist pure Einschüchterung“, erklärte DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster. Wer kritische Berichterstattung mit der beruflichen Existenz eines Reporters verknüpfe, überschreite eine „rote Linie“, so Beuster weiter.
Köster hatte Siegmund nach der konstituierenden Sitzung des Landtags für die ZDF-Satiresendung heute-show befragt. Im Verlauf des Gesprächs fragte der AfD-Politiker den Reporter: „Was machen Sie, wenn wir dieses Jahr noch den Medienstaatsvertrag kündigen? Haben Sie sich schon einen Job besorgt?“
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