In wenigen Monaten stehen in Frankreich die Präsidentschaftswahlen an. Die verscheiden politischen Lager stecken entsprechend mitten in den Vorbereitungen für den Wahlkampf. Eine neue Umfrage zeigt, dass sich Marine Le Pen, das Gesicht des Rassemblement National, nach derzeitigem Stand in der Stichwahl in jedem untersuchten Szenario gegen ihre Gegenkandidaten durchsetzen würde. Ausgerechnet Jean-Luc Mélenchon, der Vorsitzende der sozialistischen Partei La France Insoumise, hätte dabei beste Chancen, es in die Stichwahl zu schaffen.
Demnach kommt Mélenchon je nach Umfrage auf 16 bis 17 Prozent der Stimmen und liegt damit teilweise gleichauf mit dem ehemaligen Premierminister Édouard Philippe. Philippe selbst ist Vorsitzender der Partei Horizons. Le Pen führt in den Umfragen deutlich. Je nach Szenario kommt die Politikerin auf 35 bis 38 Prozent. In allen getesteten Stichwahlszenarien könnte sie sich zudem gegen ihren jeweiligen Herausforderer durchsetzen. Gegen Jean-Luc Mélenchon würde sie mit 68 zu 32 Prozent gewinnen, gegen Gabriel Attal mit 57 zu 43 Prozent und gegen Édouard Philippe mit 55 zu 45 Prozent.
Ob Le Pen überhaupt bei der Wahl antreten kann, war lange fraglich. Sie war zuvor wegen der Veruntreuung von EU-Geldern verurteilt worden. Das ursprüngliche Urteil hätte ihr durch einen mehrjährigen Ausschluss von Wahlen die Kandidatur 2027 praktisch unmöglich gemacht. Das Berufungsgericht entschärfte das Urteil jedoch, sodass Le Pen nun voraussichtlich bei der Präsidentschaftswahl antreten kann (Apollo News berichtete).
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