Der AfD-Bundesparteitag in Erfurt wird am Wochenende von einem massiven Polizeieinsatz begleitet. Während rund 600 Delegierte in der Messehalle zusammenkommen sollen, mobilisieren linke und linksextreme Gruppen bundesweit zu Protesten. Die Sicherheitsbehörden rechnen nicht nur mit Zehntausenden Demonstranten, sondern auch mit Massenblockaden, Angriffen auf Einsatzkräfte und möglichen Sabotageaktionen.
Nach Informationen der Bild, die sich auf einen internen Lagebericht der eigens eingerichteten Polizeiorganisation ISATIS beruft, könnten zwischen 35.000 und 50.000 Demonstranten in die Thüringer Landeshauptstadt kommen. Zuvor hatte bereits die Welt über das Dokument berichtet. Offiziell angemeldet sind demnach bislang 36 Versammlungen mit insgesamt 26.500 Teilnehmern.
Die Polizei geht davon aus, dass ein erheblicher Teil der Protestierenden versuchen könnte, die Zufahrten zum Messegelände zu blockieren. Im internen Lagebild ist laut Bild von 12.000 bis 16.000 Blockadeaktivisten und „lageprägenden Massenblockaden“ die Rede. Zugleich rechnen die Behörden mit 1000 bis 2000 gewaltorientierten Linksextremisten. Diese könnten sich gezielt unter friedliche Demonstranten mischen. Der Lagebericht warnt vor einer „gezielten Vermischung von Linksextremisten und links-bürgerlicher Klientel“. Weiter heißt es in dem Papier: „In diesem Zusammenhang ist mit hochdynamischen Bewegungsabläufen, koordiniertem Vorgehen sowie punktuell auch mit gewalttätigen Aktionen gegen Polizeikräfte, Absperrmaßnahmen oder Einsatzfahrzeuge zu rechnen.“
Auch kurzfristige Eskalationen hält die Polizei für möglich: „Gruppendynamische Prozesse (…) können lageabhängig zu schnellen Stimmungsumschwüngen, Solidarisierungseffekten sowie kurzfristigen Mobilisierungs- und Gewalthandlungen führen.“
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