Seit rund 13 Jahren hielt das Ludwig-von-Mises-Institut seine jährlichen Konferenzen im Nobelhotel „Bayerischer Hof“ ab – doch damit soll nun Schluss sein. Das hat die Hotelführung der Münchner Abendzeitung mitgeteilt. In dem Bericht der Boulevardzeitung wird dem Institut unterstellt, rechtsextrem zu sein. Begründet wird das unter anderem damit, dass Mitglieder der Organisation von der AfD Bayern zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „Musk und Milei“ eingeladen worden seien.
Außerdem kritisiert die Zeitung, dass ein Milliardär, der das Institut gründete, auch die AfD in ihren Anfangsjahren finanziell unterstützte. Das Hotel „Bayerischer Hof“ teilte der Zeitung mit, dass man die Geschäftsbeziehung nach den Rechercheergebnissen „erneut und umfassend“ geprüft habe. Das Hotel stehe für Weltoffenheit, Toleranz und die Grundwerte einer freiheitlichen und demokratischen Gesellschaft.
Eine Fortsetzung der Geschäftsbeziehung über 2026 hinaus sei angesichts der „Vielzahl der inzwischen öffentlich dokumentierten Äußerungen“ nicht mehr vorstellbar. Die 14. Jahreskonferenz des Mises-Instituts im Oktober werde aber noch stattfinden, weil man vertraglich gebunden sei. Das sei jedoch nicht als inhaltliche Zustimmung zu werten.
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