Eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Berliner Senats bescheinigt Berliner Schulen ein drastisches Gewaltproblem. Der Berliner Senat räumt in einer Mitteilung zur Studie ein, dass insbesondere die Entwicklung von unter anderem „religiösem und sozialem Konformitätsdruck“ auffällig sei.
Dem Gewaltbarometer zufolge spricht jeder zehnte Schüler von der 9. bis zur 12. Klassenstufe von einem Druck, religiöse Regeln, darunter etwa beim Essen oder bei der Kleidung, befolgen zu müssen. Konkret sind 40 Prozent der muslimischen Neuntklässler der Ansicht, dass religiöse Regeln vor den Schulregeln Vorrang haben. Derselben Ansicht sind außerdem 33 Prozent der christlichen und 18 Prozent der atheistischen Schüler, wie die Bild berichtet.
Laut der Studie gaben zudem insgesamt 57 Prozent der befragten Lehrer an, dass Gewalt an Berliner Schulen ein großes oder sehr großes Problem ist. Jeder dritte Neuntklässler berichtete, durch Gewalt beim Lernen gestört zu werden. Zudem betrachtet jeder dritte Lehrer Antisemitismus und jeder vierte Lehrer Islamismus als großes Problem an Berliner Schulen.
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