In ihrem ersten Spiel im Rahmen der Fußball-WM trifft die deutsche Nationalmannschaft am 14. Juni auf weit entfernte Nachbarn: Die Insel Curaçao liegt zwar in der Karibik, gehört aber zum Königreich der Niederlande.
In Köln möchte eine Gruppe von Studenten das Spiel live verfolgen – in einer Kneipe im hippen Belgischen Viertel. Doch ausgerechnet in der Stadt, die sich selbst feiert wie keine andere, hält man von Heimatliebe wenig: Als die Nationalhymne erklingt, wird der Ton ausgeblendet. Stattdessen wird ein Lied eingespielt, das freie Liebe besingt – passend zum Pride-Monat. Die Studenten leeren ihre Kölschgläser und ergreifen die Flucht.
Sie sind nicht die einzigen, die sich an der Zensur der Hymne stören. Auf Google erntet die Gaststätte ebenfalls Unverständnis: Eine ganze Reihe 1-Stern-Bewertungen beklagen die Weigerung, die Nationalhymne ertönen zu lassen. „… bin selbst links eingestellt“, schreibt zum Beispiel Niklas, „aber die eigene Hymne bei einer Weltmeisterschaft zu zensieren ist einfach einer zu viel! Eine Hymne zu spielen hat nichts mit rechtem Gedankengut zu tun und da kann man meiner Meinung nach durchaus differenzieren…“. Da hilft laut Niklas auch nicht das ansonsten „geile Kneipen-Ambiente“.
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