Nach einem Auftritt des Comedians und ehemaligen ARD-Schauspielers Uwe Steimle auf einer AfD-Veranstaltung in Sachsen-Anhalt ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft. Das bestätigte die zuständige Behörde gegenüber dem Spiegel sowie auf Anfrage von Bild. Die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau habe ein Verfahren nach Paragraf 126 des Strafgesetzbuches eingeleitet, heißt es – also wegen der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten.
Bei einer Wahlkampfveranstaltung mit Bundessprecher Tino Chrupalla, dem sachsen-anhaltinischen Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund und der Publizistin Antje Hermenau hatte Steimle mit Blick auf Bundeskanzler Merz und dessen Ukraine-Politik erklärt: „Wo ist eigentlich Stauffenberg, wenn man ihn mal wirklich braucht?“
Zuvor erklärte er auch noch, man müsste Angela Merkel „an die Wand“ stellen – im Rahmen eines Witzes. Eine rhetorische Frage, die er mit Blick auf das Portrait, warum sie sich im Stehen habe malen lassen? „Weil sie ahnte, sie wird bald sitzen.“ Er ergänzte dann, das Bild „hänge“ im Moment – und wenn alle Stränge reißen oder der Nagel bricht, „stellen wir sie an die Wand.“ In Medienberichten war das gemeinhin als Gewaltaufruf aufgefasst worden.
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