Weil Emmanuel Macron und Friedrich Merz sich nicht einigen konnten, wurde ein gemeinsames Kampfjetprojekt von Frankreich und Deutschland gestoppt. Der Bau des gemeinsamen Jets werde „nicht fortgesetzt“, teilte die Bundesregierung dem Handelsblatt mit. Der Jet war Teil des Projekts „Future Combat Air System“ (FCAS). Dazu gehört auch ein technisches System, durch das sich die Jets mit Drohnen und Satelliten verbinden können sollen. An diesem System wollen die Staaten weiterarbeiten.
Grund für das Scheitern des Projekts ist laut einem Beamten, dass der französische Hersteller Dassault und der deutsch-französische Airbus-Konzern keine Einigung erzielen konnten. So sei es zu Streitigkeiten über den Führungsanspruch bei dem Projekt gekommen. Dassault beanspruchte diese Position für sich, doch Airbus war mit der Rolle eines Juniorpartners nicht zufrieden. Für den Bundeskanzler wäre es inakzeptabel gewesen, wenn Deutschland bei dem Projekt nur gezahlt hätte und Frankreich den Bau übernommen hätte.
Wie das Handelsblatt berichtet, soll es innerhalb der deutschen Regierung Erleichterung darüber geben, dass die verfahrene Situation nun gelöst wurde. Dass das Scheitern des Projekts kurz vor Beginn der Internationalen Luftfahrtausstellung (ILA) verkündet wurde, solle Deutschlands Anspruch untermauern, im Bereich der internationalen Luftfahrt führend zu sein.
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