Mutmaßlicher Drahtzieher der Nord-Stream-Sprengung wegen „Kriegsverbrechen“ angeklagt

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Mutmaßlicher Drahtzieher der Nord-Stream-Sprengung wegen „Kriegsverbrechen“ angeklagt
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Erstmals steht ein mutmaßlicher Beteiligter an der Sprengung der Nord-Stream-Pipelines im Herbst 2022 vor Gericht: Die Bundesanwaltschaft erhebt Anklage vor dem Staatsschutzsenat des Hanseatischen Oberlandesgerichts in Hamburg gegen den Ukrainer Serhij K. Er sitzt seit Ende November 2025 in deutscher Untersuchungshaft und wird von den Behörden als einer der Drahtzieher der Sprengstoffanschläge betrachtet.

Wie die Zeit berichtet, wird K. wegen Kriegsverbrechen, Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und der Zerstörung von Bauwerken angeklagt. Er soll eine siebenköpfige Crew angeführt haben, die im September 2022 die Leitungen der beiden Nord-Stream-Pipelines am Grund der Ostsee gesprengt haben soll. Er habe damit die zivile Energieinfrastruktur eines Landes angegriffen, was nach dem Völkerstrafrecht ein Kriegsverbrechen darstellt.

Die Schilderung der vermuteten Tat durch die Bundesanwaltschaft gleicht den Enthüllungen, die bereits von Journalisten, unter anderem von Ulrich Thiele und Oliver Schröm in ihrem Buch „Die Sprengung“, veröffentlicht wurden: Der Täter soll ein ehemaliger Agent des ukrainischen Geheimdienstes SBU sein – ein Team aus vier Spezialtauchern, einem Sprengstoffexperten und einem Skipper soll mit einer gemieteten Segeljacht vom Typ Bavaria Cruiser 50, der Andromeda, zu den Nord-Stream-Pipelines gefahren sein und diese dann gesprengt haben.

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