„Militanten Antifaschismus zelebrieren“: Widersetzen-Sprecher Noa Sander bekennt sich zu politischer Gewalt

vor 7 Tagen

„Militanten Antifaschismus zelebrieren“: Widersetzen-Sprecher Noa Sander bekennt sich zu politischer Gewalt
Bildquelle: Apollo News

Widersetzen-Sprecher Noa Sander hat sich bei einer Podiumsdiskussion in Hamburg offen zum „militanten Antifaschismus“ bekannt und einen jahrelangen antifaschistischen „Abwehrkampf“ gegen die AfD angekündigt. Die Zeit eines „szenigen“ Antifaschismus sei vorbei. Es gelte stattdessen, eine militante Strategie zu „zelebrieren“ und eine linke Massenbewegung aufzubauen.

Die Podiumsdiskussion mit dem Titel „Antifaschismus im Herbst“ fand am vergangenen Sonntag im Hamburger Metropolis Kino statt. Sie wurde von der linken Szenezeitung analyse & kritik (ak) organisiert und stand unter dem Motto „Antifa, wie weiter?“. Sander wurde dort als Widersetzen-Sprecher und Mitglied der Interventionistischen Linken (IL) vorgestellt. Seit seiner Rechtfertigung von Gewalt mit dem Spruch „Faschist*innen mit einem Presseausweis sind immer noch Faschist*innen“ (Apollo News berichtete) ist Sander einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.

Vor dem Hintergrund der anstehenden Landtagswahlen in Ostdeutschland, des ungebremsten Aufstiegs der AfD sowie der gescheiterten Blockade des Erfurter AfD-Parteitags wollte die Szene ihre strategische Ausrichtung im Kampf gegen einen vermeintlichen Rechtsruck besprechen. „Welche Strategien funktionieren noch, wenn die extreme Rechte in der Mehrheit ist und vielleicht bald selbst die Gesetze macht? Wenn CDU und SPD im Bund längst AfD-Forderungen umsetzen?“, hieß es in der Ankündigung der Veranstaltung. Auch Apollo News war zugegen und konnte das Gespräch dokumentieren.

Die Angriffe auf Pressevertreter bei der Widersetzen-Blockade vor sechs Wochen in Erfurt spielten in der Diskussionsrunde allerdings keine Rolle. Sander erklärte stattdessen, nach wie vor „sehr hoffnungsvoll“ auf die Proteste zurückzublicken. Besonders beeindruckt habe, „wie viele Leute [an den Blockaden] teilgenommen haben“ und „bereit sind, zivilen Ungehorsam gegen die AfD zu leisten.“ Dieser positive Tenor dominiere „bewegungsintern“ und habe Sander „bestärkt“.

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