Migration ist und bleibt eines der Themen, die die Menschen in Sachsen-Anhalt und Deutschland am meisten umtreiben. Seit über zehn Jahren ist das Thema entweder das wichtigste oder das zweitwichtigste, das Befragte in Erhebungen immer wieder nennen.
Man könnte meinen, dass dieses Problembewusstsein der Bevölkerung irgendwann auch in der Politik ankommt – oder dass jedenfalls der Wink mit dem blauen 42-Prozent-Zaunpfahl die Sache begreiflich macht. Linke, Grüne und SPD sträuben sich fast vollkommen dagegen, über die negativen Seiten der Migration zu sprechen.
Es wirkt wie ein Zwischenruf aus einer anderen Realität, wenn etwa die Grünen-Spitzenkandidatin Sziborra-Seitlitz einwirft: Migration sei „ein Problem, was wir in Sachsen-Anhalt real nicht haben“. Die AfD habe den Menschen dieses nur „eingeredet“, sagt die Landtagsabgeordnete. Das alte Märchen von den „dummen Ossis“, die Angst vor Migration, aber gar keine Berührungsängste damit hätten, wird stumpf weitererzählt. Von den Fakten will man sich nicht stören lassen – etwa davon, dass auch in Sachsen-Anhalt Ausländer als Straftäter, gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil, um mehr als 100 Prozent überrepräsentiert sind.
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