Spätestens seit Mittwoch wird klar, dass es der Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt auf die Spaltung der Gesellschaft abgesehen hat und aktiv parteipolitisch in den Wahlkampf eingreift. Es sollte doch alles so schön werden, es durfte Haltung gezeigt und ein Signal gegen die AfD ausgesandt werden. Den Wählern in Sachsen-Anhalt wollten die Aktivisten des Flüchtlingsrates demonstrieren, welche existentielle Lücke in Sachsen-Anhalt gerissen wird, wenn die AfD an die Macht kommt und die Migranten, die ja nach den Prognosen des rotgrünen Wirtschaftsideologen Marcel Fratzscher ganz sicher einmal die Rente finanzieren werden, das Land verlassen müssen. Die Magdeburger, ganz Sachsen-Anhalt und ganz Deutschland sollten spüren, was Magdeburg, was Sachsen-Anhalt, was ganz Deutschland fehlt, wenn die Barber-Shops in die „Remigration gezwungen“ werden.
Der mdr framte rotgrün gewaltig: „Als Reaktion auf die hohen Umfragewerte für die AfD vor der Landtagswahl setzten migrantische Gewerbetreibende in Magdeburg am Mittwoch ein Zeichen für Demokratie. Sie schlossen ihre Läden für einen halben Tag. Am Mittag gab es außerdem eine Kundgebung vor dem Landtag.“ Warum die Schließung der Läden ein Zeichen für Demokratie sein soll, erschließt sich Demokraten nicht.
Welch Framing-Slalom: 150 Geschäfte, so wichtige unter ihnen wie Barber-Shops und Döner-Läden, „wollten“ sich am „Migra-Streik“ beteiligen. Der mdr vergaß leider zu berichten, wie viele Geschäfte sich tatsächlich beteiligt und ihre Geschäfte tatsächlich geschlossen haben – zumindest in der Zeit zwischen 10 und 15 Uhr. Stattdessen heißt es kleinlaut vom mdr, da man die Grenze vom Framing zur knallharten Lüge nun doch nicht ganz zu übertreten vorhat, dass einige Geschäfte trotz der Aktion geöffnet hatten. Was heißt einige?
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