Diese Energiewende ist reine Sabotage

vor etwa 2 Stunden

Diese Energiewende ist reine Sabotage
Bildquelle: NiUS

Guten Morgen nach Deutschland! Die Lage ist angespannt. Industrie und Mittelstand stagnieren oder schrumpfen, Arbeitsplätze gehen verloren, die Aussichten sind trübe. Und immer, wenn man fragt, woran das liegt, dann nennen die Wirtschaftsführer drei Gründe: Der Strom ist zu teuer, die Lohnkosten sind zu hoch, die ständig wachsende Bürokratie erwürgt die Unternehmen.

Die hohen Stromkosten, wegen derer die Produktion in Deutschland nicht mehr wettbewerbsfähig ist, sind das Ergebnis fahrlässiger und falscher politischer Entscheidungen, die seit 15 Jahren getroffen werden. Um den langen Weg in diese Krise zu verfolgen, muss ich etwas länger ausholen. Nehmen Sie sich die Zeit und folgen Sie mir:

Es war im April 2011, vier Wochen nach dem Reaktorunglück in Japan. Ein schweres Seebeben hatte den Reaktor des Kernkraftwerks von Fukushima zerstört. In Deutschland ging die Angst um: War das die ultimative Katastrophe, der „GAU“, also der größte anzunehmende Unfall, wie ihn die Gegner der Kernkraft, allen voran die Grünen, immer hatten kommen sehen? Danach sah es nicht aus, doch die Hysterie nahm von Tag zu Tag zu. Im Angesicht dieser Stimmung entschied sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), das Ende der Atomenergie in Deutschland einzuläuten. Man habe ja nicht wissen können, wie gefährlich diese Technologie wirklich sei, behauptete sie. Dabei hatte ihre Regierung noch kurz zuvor von der Kernenergie als einer „Zukunftstechnologie“ gesprochen und die Laufzeiten der deutschen Reaktoren verlängert.

Jetzt also die Kehrtwende. Die Landtagswahl in Baden-Württemberg stand an. Dort, in der Hochburg der Union, sollte sie nicht verloren gehen. Angela Merkel schwor ihre Partei und die Regierung auf den Wechsel ein. Um die Öffentlichkeit darüber zu informieren, lud sie einen kleinen Kreis von Berichterstattern ins Kanzleramt ein und erklärte den neuen Kurs: raus aus der Kernenergie! Man werde sie durch erneuerbare Energien ersetzen, sagte Merkel, durch Sonne und Wind.

Ich war selbst dabei und erinnere mich haargenau an jene Minuten im Kanzleramt: „Was aber, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht?“, fragte ich die Kanzlerin. „Wie wird dann die Stromlücke gefüllt, die die Erneuerbaren bei Dunkelflaute reißen?“ „Dann bauen wir Gaskraftwerke“, sagte sie. Zusatzfrage: „Wer wird die Gaskraftwerke bauen?“ „Das werden wir sehen“, beschied sie uns etwas ungeduldig und herablassend. Großzügig wurden wir Journalisten dann noch darüber informiert, dass Gas aus Russland für einen guten Preis zu haben und die Lieferung wegen der fertigen ersten und der geplanten zweiten Leitung durch die Ostsee sicher sei.

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