Friedrich Merz hat mit Deutschland abgeschlossen. Für den Aufschwung, den der Kanzler organisieren will, hat er kein Konzept. Für den Optimismus, den er entfachen will, hat er keine Argumente. Für den Zusammenhalt, an den er appelliert, tut er nichts. Seine jüngste Regierungserklärung war ein Abklatsch alter Phrasen. Da blickte ein Mann von gestern auf die Welt von heute und kündigte dem Volk neue Einschränkungen an. Diese Kanzlerschaft ist ein teurer, ein quälender Irrtum.
„Kissler Kompakt“ vom 12. Juni finden Sie hier:
Die Regierungserklärung galt wieder einmal der Außenpolitik. Zum Europäischen Rat wollte der Kanzler sprechen. Merz spricht je lieber über Dinge, desto weiter entfernt diese sind. Am liebsten spricht er über die Ukraine. Dazu später mehr. Gleich anfangs gab Merz einen Einblick in sein Ambitionsniveau. Merz überraschte den Bundestag mit einer gewichtig vorgetragenen, aber fatalen Zustandsbeschreibung: In Deutschland werde sehr ernsthaft gerungen.















