In Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin wird im kommenden Jahr gewählt. Besonders in den ostdeutschen Ländern gilt die AfD seit Längerem als stärkste oder zweitstärkste Kraft, während sie in Westdeutschland deutlich schwächer auftritt. Dennoch wächst in der Bevölkerung die Erwartung, dass die Partei ihren Einfluss erheblich ausweiten könnte.
Laut der Umfrage rechnen 43 Prozent der Befragten damit, dass die AfD in mindestens einem Bundesland den Regierungschef stellen wird. Ein Viertel (25 Prozent) geht sogar davon aus, dass die Partei gleich in mehreren Ländern zum ersten Mal die Spitzenposition erobert. Lediglich 19 Prozent glauben nicht an eine solche Entwicklung, 13 Prozent äußerten sich unentschlossen.
Besonders brisant sind die Ergebnisse im Hinblick auf mögliche Regierungsbündnisse. 47 Prozent der Befragten fordern, dass die CDU ihre klare Abgrenzung zur AfD beibehält. Die sogenannte „Brandmauer“, die seit Jahren sowohl Koalitionen als auch jede Form enger Zusammenarbeit ausschließen soll, sehen sie weiterhin als notwendig an. Doch 40 Prozent stellen diese Haltung offen infrage und sprechen sich für eine Öffnung gegenüber der AfD aus. Sechs Prozent gaben an, das Thema sei ihnen gleichgültig, sieben Prozent machten keine Angabe.
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