In Ceuta wächst angesichts der katastrophalen Lage die Frustration unter den Einwohnern. In den vergangenen zwei Nächten kam es zu massiven Protesten der einheimischen Bevölkerung. Tausende illegale Migranten sind nach dem Massenzustrom Ende Juli weiterhin in der spanischen Exklave gestrandet. Die Polizei ging gegen die Proteste auch mit Gewalt vor – dabei kamen Gummigeschosse und sogar Warnschüsse zum Einsatz.
Am Mittwoch gingen die Einwohner bereits den zweiten Tag in Folge auf die Straße. Tausende Menschen versammelten sich vor der Regierungsdelegation, schwenkten spanische Flaggen und Ceuta-Flaggen und forderten unter anderem die Abschiebung der gestrandeten Migranten. Auch Rücktrittsforderungen an Ministerpräsident Pedro Sánchez wurden laut.
Die tagsüber zunächst friedlich verlaufenden Proteste wurden am Abend zunehmend hitzig. Ein Teil der Demonstranten zog in Richtung des Strandes von El Trampolín, wo weiterhin zahlreiche Migranten campieren. Dort kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, die sich zwischen die Demonstranten und die Migranten stellte.
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