Die Linke beweist auf ihrem Parteitag: Die SED ist nie untergegangen

vor 2 Monaten

Die Linke beweist auf ihrem Parteitag: Die SED ist nie untergegangen
Bildquelle: NiUS

Der Bundesparteitag der Linkspartei muss ein schweres Wochenende für Daniel Günther und andere Herz-Jesu-Sozialisten in der Union gewesen sein. Die Sozialisten bewiesen eindrucksvoll, dass nichts an ihnen gemäßigt ist und dass sie aus demselben Holz geschnitzt sind wie jene Politiker, die einst eine Mauer hochzogen und auf Flüchtlinge schossen.

Es gebe „keinen Unterschied zwischen der CDU, die faschistische Politik macht, oder den Faschisten selbst“, behauptete Luigi Pantisano in einem Bild-Interview im Vorfeld seiner Wahl zum neuen Parteivorsitzenden. Ziel als „antifaschistische Partei“ sei es, gegen diese Politik auf die Straße zu gehen und die „Faschisten von der Macht fernzuhalten“.

Am vergangenen Wochenende ist ein Märchen gestorben. Ein Märchen, das politisch kompasslose Christdemokraten gerne in Mikrofone sprechen, nämlich die Geschichte von einer geläuterten Linkspartei, die sich über die Jahrzehnte gemäßigt und glaubwürdig von ihrer DDR-Vergangenheit emanzipiert habe. Die Partei verfolge zwar einige schlechte Ideen, stehe aber, anders als die AfD, zur Demokratie und sei ein zuverlässiger Gesprächspartner.

Käme der Moment, in dem man sich als CDU zwischen Linkspartei oder AfD als Partner entscheiden müsse, wäre die Linke vorzuziehen. Schon 2018 forderte Daniel Günther eine Offenheit für Koalitionen mit der Linken in Ostdeutschland. Damals ein randständiger Gedanke in der Partei, heute die Überzeugung vieler führender Politiker der Kanzlerpartei. Immer noch unter dem Eindruck der vehementen Proteste und furiosen Demokratieuntergangsreden stehend, die nach der gemeinsamen Abstimmung mit der AfD im Bundestag zu Beginn des Jahres 2025 stattfanden, erscheint die Zusammenarbeit mit der linken Partei als komfortablere Option.

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