Trotz der Aberkennung seines Doktorgrades hat Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt auf dem CDU-Landesparteitag in Eisenach erneut für den Vorsitz des Landesverbands kandidiert. Die Delegierten bestätigten ihn mit 82,4 Prozent der abgegebenen Stimmen. Voigt führt die Thüringer CDU seit 2022. Seit 2024 steht er außerdem an der Spitze einer Koalition aus CDU, BSW und SPD.
Zudem hat der amtierende Thüringer Ministerpräsident zu den Vorwürfen rund um seine Doktorarbeit Stellung genommen. „Ich weiß, dass das euch beschäftigt“, so Voigt in Richtung der Delegierten. Er selbst stecke jedoch in einem „inneren Dilemma“. Über vier Jahre habe er an der Arbeit geschrieben. Er sei hierfür sogar eigens in die USA geflogen. Schließlich habe er seine Doktorarbeit öffentlich verteidigt und auch Prüfungen dazu abgelegt.
„Dann 14 Tage vor der Landtagswahl kommt dann so ein angezinktes Ding“, erklärt Voigt. Die Vorwürfe seien jedoch nicht gerechtfertigt. Schon ein unabhängiger Gutachter sei zu dem Ergebnis gekommen, dass insgesamt kein Plagiat vorliege. Zudem sei er „dankbar“ für die innerparteiliche Zusammenarbeit und „dankbar für die Meldungen aus der Bevölkerung“.
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