Was suchte Bundeskanzler Friedrich Merz auf der re:publica, einer Messe von stramm Linken für stramm Linke? Sagte er nicht, links sei „vorbei“? Zwischen Volksverpetzer Thomas Laschyk und Sarah „Blinddarm“ Bosetti schlug man gern 45 Minuten für einen nicht mehr als konservativ erkennbaren Regierungschef frei.
Die Digitalmesse re:publica, nach ihrem Selbstverständnis ein Forum für die wichtigsten Themen rund um das Netz, seine Communities und die Chancen und Herausforderungen, die in der Digitalisierung der Gesellschaft liegen, ist seit jeher Treffpunkt einer überwiegend linken bis linksradikalen Community, die konservative oder abweichende Positionen ausgrenzt. Pro- und Contra-Debatten sind ausdrücklich nicht erwünscht, links-grüne Positionen betonfest verankert.
Erst als zweiter Bundeskanzler erschien Friedrich Merz auf der Messe, der erste war Olaf Scholz im Jahr 2022. Sein Auftritt sorgte im Nachgang für Schlagzeilen, als sich herausstellte, dass seine zahnlose Interviewerin, die vermeintlich unabhängige Moderatorin Linda Zervakis, vom Kanzleramt selbst ausgesucht und auch bezahlt worden war.
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