Die Klimaforschung hat ihr Horrorszenario abgeschafft. Dass die Welt auf eine Hitzehölle zusteuert, gilt nun nicht mehr als denkbares Szenario. NIUS erklärt, was die Neuorientierung bedeutet.
Das „reißerischste Klima-Narrativ“, das „seit mehr als einem Jahrzehnt wissenschaftliche Studien, Medien und Politik“ bestimmt habe, wie Wissenschaftsjournalist Axel Bojanowski in der Welt festhält, wird nicht mehr Teil künftiger IPCC-Berichte sein.
Hintergrund ist, dass eine gängige Modellierung, die bislang die Klimareports des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) geprägt hat, aussortiert wurde – und zwar vom World Climate Research Programme (WCRP). Diese Institution ist eng mit dem Weltklimarat verzahnt. Sie organisiert die wissenschaftlich-technische Infrastruktur der Klimamodellierung, deren Ergebnisse der IPCC anschließend in seinen Weltklimaberichten auswertet und zusammenfasst.
Die Klimaforschung arbeitet mit Zukunftsszenarien. Sie modelliert den globalen Temperaturanstieg und projiziert ihn auf Grundlage gesetzter Annahmen in die Zukunft. Dabei kommen Hochleistungscomputer und mathematische Modelle zum Einsatz, die am Ende bestimmte Temperaturwerte ausgeben. Es handelt sich also nicht um empirische Forschung, bei der Daten erhoben und ausgewertet werden, um die Wirklichkeit zu beschreiben. Vielmehr wird die Gegenwart entlang gesetzter Regeln in die Zukunft verlängert – entlang sogenannter „repräsentativer Konzentrationspfade“ (englisch: representative concentration pathway, abgekürzt RCP).
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