Notenbanken beschäftigen sich längst nicht mehr nur mit dem Auftrag, der eigentlich in ihren Zuständigkeitsbereich fällt – der Gewährleistung der Preisstabilität, also der Vermeidung von Inflation (und Deflation), sowie der Sicherstellung der Bargeldversorgung. Zusehends treten sie als Advokaten der Energiewende, als klimapolitische Akteure auf.
Besonders deutlich geworden ist dieser Aktivismus nun in einem Handelsblatt-Interview mit Bundesbank-Vizepräsidentin Sabine Mauderer. Sie prangert an, Deutschland decke noch immer 67 Prozent seines Energiebedarfs durch Importe, überwiegend fossiler Energieträger. Europa stehe mit 57 Prozent etwas besser da, die Abhängigkeit sei jedoch weiterhin hoch, erklärte Mauderer.
Ihre Schlussfolgerung lautet: „Es braucht deutlich mehr Tempo bei der Energiewende in Europa.“ Doch damit nicht genug. Auf die Frage, was eine smarte Energiestrategie konkret bedeute, wurde Mauderer noch präziser: „Die schnellere Umstellung auf erneuerbare Energien wäre ein wichtiger Beitrag.“ Zudem müssten die Übertragungs- und Verteilernetze sowie die Speicherkapazitäten konsequent und zügig ausgebaut werden.
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