„Ich heiße Ezio Gavazzeni und bin ein Schriftsteller aus Mailand.“ So beginnt ein Dokument an die Staatsanwaltschaft von Mailand. Es ist ein Schreiben, das es in sich hat und über das die Neue Zürcher Zeitung berichtet.
Das 17-seitige Papier schildert nüchtern schlimmste mutmaßliche Verbrechen während der Belagerung Sarajewos zwischen 1992 und 1996. Es geht um Scharfschützen, die von umliegenden Hügeln aus Zivilisten ins Visier genommen haben, und von „Touristen“ aus dem Ausland, unter ihnen Italiener, die große Summen dafür bezahlt haben, um aus den serbischen Stellungen Menschen zu erschießen: Kinder, Frauen, Alte. Das Ganze ist ein Dokument des Grauens, nur schwer zu verdauen (dies auch als Warnung an unsere NIUS-Leser).
Hier Auszüge aus der Eingabe.
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