In einer verfassungsrechtlichen 5:4-Entscheidung hat der amerikanische Oberste Gerichtshof die „Executive Order No. 14160 (Protecting the Meaning and Value of American Citizenship)“ des US-Präsidenten Donald Trump aufgehoben. Das Dekret sollte Kindern von illegalen Migranten und Touristen die bisher garantierte Staatsbürgerschaft durch Geburt auf amerikanischem Boden verweigern, bevor es nun aufgehoben wurde.
Nach dem 14. Verfassungszusatz der USA erhalten alle auf amerikanischem Boden geborenen Kinder automatisch die amerikanische Staatsbürgerschaft. Darunter fielen über Jahrzehnte hinweg auch Kinder von Eltern, die illegal in das Land kamen oder nur einen temporären Aufenthaltsstatus wie zum Beispiel ein Visum besaßen. Das wollte US-Präsident Trump ändern, scheiterte damit jedoch nun vor dem Supreme Court.
Der Vorsitzende Richter John Roberts, Teil der Mehrheitsauffassung des Gerichts, schreibt dazu in seiner Entscheidung: „Die Staatsbürgerschaft bedeutete damals wie heute das grundlegende Recht, Träger von Rechten zu sein und uneingeschränkt an unserer politischen Gemeinschaft teilhaben zu können.“ Und weiter: „Die Verfasser des 14. Verfassungszusatzes erstreckten dieses Versprechen auf ‚jede frei geborene Person in diesem Land‘.“
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