Die Deutschen assoziieren die klassische „Große Koalition“ nicht gerade mit Veränderung oder Aufbruch – das sieht auch der designierte Bundeskanzler Friedrich Merz. Er will dem Bündnis daher ein neues Image geben. Der Begriff „GroKo“ ist ihm zu groß für das, was sich aktuell anbahnt.
Tatsächlich lässt sich schwer von „groß“ sprechen, wenn die rechnerische Mehrheit der Koalitionäre zunehmend schmilzt. Würde es zu einem Bündnis zwischen CDU, CSU und SPD kommen, repräsentierte dieses gerade einmal rund 45 Prozent der Zweitstimmen.
Das erkennt auch Merz an: Die knappen Mehrheiten im Parlament seien laut ihm kaum mit früheren Koalitionen vergleichbar – „eine ‚Groko‘ kann man die geplante Koalition mit diesen knappen Mehrheiten im Parlament ja eigentlich nicht mehr nennen“, so der Unionskanzlerkandidat gegenüber der Bild-Zeitung.
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