Die Linke hat auf ihrem Bundesparteitag in Potsdam das WM-Spiel der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste übertragen und dabei das Zeigen und Tragen von Deutschlandfahnen untersagt. Zwar entschied sich die Parteiführung, die Begegnung im Rahmen einer Aftershow-Veranstaltung zu zeigen, zugleich wurden die Delegierten jedoch ausdrücklich aufgefordert, auf nationale Symbolik zu verzichten.
„Keine Fahnen, kein Nationalismus, kein Stress!“, heißt es auf einem eigens für das Public Viewing erstellten und offenbar für notwendig erachteten Flyer, mit dem die Parteiführung im Vorfeld des WM-Spiels möglichen Konflikten rund um Deutschlandfahnen, Nationaltrikots oder patriotische Inszenierungen vorbeugen wollte.
Parteichefin Ines Schwerdtner hatte das für ihre Partei mit der WM verbundene Dilemma bereits vor Beginn des Parteitags angedeutet. „Die Fifa ist ein Drecksverein, aber Fußball ist natürlich toll“, sagte sie auf einer Pressekonferenz. Ein Parteisprecher erklärte zur Übertragung des Deutschland-Spiels, man sei im Parteivorstand davon ausgegangen, dass es Delegierte gebe, die das Spiel gerne verfolgen wollten.
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