„Kein Pförtner, keiner am Empfang, kein Pfleger, keine Sprechanlage, keine Telefonnummer. Alles leer, leer, leer!“ – so beschreibt Frank Brandt die Notaufnahme im Auguste-Viktoria-Klinikum in Berlin am Ostermontag. Wie die B.Z. berichtet, kam Brandt mit seinem 86-jährigen Vater in der Nacht in die Notaufnahme, weil dieser aus dem Bett gefallen war und am Auge blutete. In der Notaufnahme waren aber weder Ärzte noch Pfleger zu sehen, als sie gegen 3 Uhr nachts kamen.
„Als wir ankamen, war das Erste, was mir auffiel, dass abgesehen von zwei Patientenangehörigen einfach niemand da war“, so Brandt. Um sich in der Notaufnahme anzumelden, mussten an einem Touchscreen Name, Alter und die Versicherungskarte eingelesen werden. Anschließend wurde dem Patienten eine Wartenummer zugewiesen, die jedoch von der aktuellen Nummer zwanzig Stellen entfernt war. Nachdem Brandt und sein Vater über eine halbe Stunde gewartet hatten und niemand erschienen war, holten zwei Pfleger, die beim Rauchen waren, einen Orthopäden.
Der Orthopäde empfahl ihnen, ein anderes Krankenhaus aufzusuchen, was Brandt und sein Vater auch taten. Am nächsten Tag erstattete Frank Brandt Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung. „Ich bin Steuerzahler, und das ist ein landeseigenes Krankenhaus. Meiner Meinung nach darf so etwas unter keinen Umständen passieren“, sagte er gegenüber der B.Z. Das Krankenhaus gehört zur Vivantes-Gruppe, die dem Land Berlin gehört.
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