Kampf für den Plastikstrohhalm: Capri-Sun scheitert mit Petition gegen Verbot

vor 3 Monaten

Kampf für den Plastikstrohhalm: Capri-Sun scheitert mit Petition gegen Verbot
Bildquelle: Apollo News

Eine wachsende Zahl von Unternehmen setzt sich gegen übergriffige EU-Regulierungen zur Wehr. Eines dieser Unternehmen ist der deutsche Softdrinkhersteller Capri-Sun. Das Unternehmen mit Sitz in Eppelheim bei Heidelberg kämpft seit 2024 darum, von der EU eine Ausnahme vom Verbot bestimmter Einwegplastikprodukte zu erhalten, um den Plastikstrohhalm zurückzubringen. Dazu hatte das Unternehmen zuletzt sogar eine Petition gestartet. Diese ist nun jedoch weitgehend gescheitert. Insgesamt wollte Capri-Sun online eine Million Unterstützer sammeln. Es konnten jedoch nur rund 170.000 erreicht werden.

„Die Petition war schlecht gemacht und falsch“, sagte Hans-Peter Wild, Präsident des Verwaltungsrats der Capri Sun Group Holding AG, im Gespräch mit der Rhein-Neckar-Zeitung. „Aber in der Sache macht die Forderung nach Papier-Trinkhalmen absolut keinen Sinn.“

Dass Capri-Sun wieder auf den Plastikstrohhalm setzen möchte, ist unter anderem auf Verbraucherbeschwerden zurückzuführen, die seit der Umstellung auf Papierhalme im Jahr 2021 nicht abreißen. Kunden berichten, der Papierstrohhalm lasse sich schlechter in den Beutel einstechen, knicke beim Versuch um, werde nach kurzem Kontakt mit dem Saft weich und hinterlasse einen störenden Papiergeschmack im Getränk.

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